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samedi, octobre 15

15 octobre

Sowie jeden Samstag nach unserer üblichen Runde im quartier und ich nach meiner monatlichen Maniküre&Pediküre-Einheit war diesmal am Programm eine manifestation!


Vorm Hôtel de Ville versammelten wir uns am Ende einer Rundfahrt über Bourse (meine erste Begegnung) und Gare du Nord.

Davor allerdings wagte ich endlich einen Abstecher in das Geschäft Nr. 69, Rue des Archives. Nomen sei hier, ja, Omen. Diesmal war ich ohnehin ohne Parfum hingefahren, und ich ergatterte mir einen neuen Duft.  

Später am Tag war für mich endlich Premiere! angesagt - Premiere für fast banlieue, nämlich Bobigny. In einem kleinen Theater schauten wir uns ein gutes Stück an, dessen Würze auch in seinerKürze lag, sodass wir den doch sehr langen Tag noch in Würde  in einer Bar (die Bar von Côté Cour - einem weiteren Theater unterhalb meiner Sommerdomizil in Parmentier - in der Zwischenzeit noch einmal von einem weiteren Betreiber übernommen) bei einem guten Schluck beenden konnten, ehe wir von Republique nach Hause radelten und uns diesmal noch knapp vor Mitternacht ins Bett begaben.



vendredi, octobre 14

Joyeux anniversaire!


Das Wochenende begann mit einem Geburtstagfest, mit   s e i n e m   Geburtstagsfest. Auf den Dächern von Paris, mit Champagner und allem was dazugehört (Torte & Geschenk), beim Sonnenuntergang... 

Danach ging es weiter zum lange schon envisagierten Besuch nach dem besten französischen Restaurant: Le Chateaubriand! Es ist genau das, was man sich erwartet und dann sogar eine Spur besser. Jeder Gang ist eine Sensation für den Gaumen, und die passenden Weine inkl. einem Weisswein z.B. der aber rot ist und ähnlichen Überraschungen dazu verdoppeln nicht nur den Preis sondern auch die Lust. Absolute Empfehlung!

Auf dem Weg zurück verlängerten wir die Nacht dann durchs Anklopfen bei den Nachbarn, bei denen wir immer - und eben auch heute wieder - Partygeräusche mitanhören müssen. Sie hiessen uns herzlich willkommen und wir blieben, bis sie ihrerseits beschlossen, die Nacht woanders zu Ende zu bringen.

vendredi, mars 18

parmentier, etc.

Parmentier war der, der die Kartoffel in Frankreich gross promotet hat, und ihm ist deswegen sogar eine U-Bahn-Station mitten in der Stadt gewidmet - mit steinernen Inszenierungen im Untergrund, die einem die entsprechende Geschichte näherbringen sollen. Begraben ist er, wie ich bei der sommerlichen Besichtigung gemeinsam mit Christoph zufällig draufkam, zusammen mit Jim Morrison und Oscar Wilde im Père Lachaise.

Parmentier ist auch die Gegend, wo ich meinen allerersten Monat in Paris verbracht habe - mitten im hippen 11. Nach August, war ich dann in meinen wiederkehrenden Besuchen nie wieder in dieser Gegend. Mit Marais quasi benachbart, schien mir der Weg dennoch zu lang oder aber wollte ich ungünstige Begegnungen meiden.

An diesem Tag, am Vorabend meines 34. Geburtstages war ich dann allerdings wieder soweit, zumal ich für eine Nacht célibataire war, und mir auch einen chanson-Abend in der Nähe ausgesucht hatte: Anne Clementin in L'Angora. Es war français, es war bohème... Sowohl die Sängerin, als auch die Lokalität - mitten im überdrehten Bastille eine angenehme Überraschung.

In den ersten Stunden von meinem Geburtstag war ich dann in meinem Stammlokal vom Sommer, im Plein Soleil, und bestellte rechtzeitig noch vor Küchenschluss meinen obligatorischen Teller, mit dem passenden Schluck dazu.

Und wie ich dann den Abend wie gewöhnlich abschliessen wollte, fand ich an Stelle meiner Stammbar Côté Cour La Zizanie - nicht überraschend, dass es sich hier wieder um einen Filmtitel handelt, wie so oft in Paris. Bisschen enttäuscht, mehr neugierig kam ich drauf, dass es nicht nur meine Kellnerinnen waren, die hier fehlten, sondern alles halt bisschen anders war. Dennoch schmeckte der Wein weiter so gut, und diese eine Kellnerin war nicht weniger freundlich und unkompliziert wie die anderen zwei. Wieviel ich für den Wein bezahlt habe, ob es so teuer war wie im Sommer, weiss ich beim besten Willen nicht mehr. Es waren die ersten Stunden meines Geburtstages absolviert und ich nahm das erste Taxi nach Hause, ins Bett.