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mercredi, septembre 14

just another workday

Ich war wieder mal beruflich in Paris. Diesmal in UNESCO - letztes Mal war es Science Po, und davor OECD.  Für eine Konferenz und ArbeitsTagung über FinanzTransaktionsSteuer - what else?

Ich war wieder mit meinem Fahrrad unterwegs, und in Begleitung meines amoureux - so könnte ich jeden Morgen unbeschwert in die Arbeit, dachte ich mir. Über die Inseln und Brücken und La Seine. Vorbei am Assemblée Nationale, wo wir in der Nähe noch unseren expresso zu uns nahmen, wahrscheinlich in Begleitung von ein paar mehr oder wenig bekannten Abgeordneten...

UNESCO liegt dann gleich hinterm École Militaire - da fuhren wir  schon im Juli vorbei, und noch wichtiger bei La Tour. In der Mittagspause fuhr ich dann auf der Avenue de Suffren entlang und setzte mich auf eine terrasse für eine omelette und 1664.

Nach der Arbeit nahm ich wieder entspannt den selben Weg, vorbei bei Eiffel landete ich auf Rue Saint-Dominique, die wie ich später merke ganz eine prominente Strasse sein soll, und das merkt man auch daran, dass sie irgendwann unmittelbar in Boulevard St. Germain mündet.

Allerdings, bevor sie das tut, bietet sie diesem ganz schön Konkurrenz an - und auch Bühne der Paris Design Week. So bin ich in eine Galerie gestolpert, habe mir einen guten Schluck servieren lassen und mich berieseln von den KünstlerInnen und GaleristInnen (kann nicht genau sagen, wer welche war - die Grenzen verschwimmen ja immer mehr).




Angekommen auf dem Boulevard, noch nicht ganz dunkel der Tag, erregte ein anderes Haus, eine weitere Vernissage?, meine Aufmerksamkeit: Maison de l'Amérique Latine. Eine PhotoAusstellung von José Medeiros, die ich einfach so besichtigen konnte - bevor ich mich endgültig auf den NachHauseWeg begab. (Nicht einmal Ablenkungen wie Centre Pompidou, etc. auf dem Weg konnten mich mehr aufhalten.)



dimanche, février 27

Toute comme au cinéma...

Auch in Paris habe ich meine Samstags- und Sonntagsroutine. Samstags ist, wie schon erwähnt, die nächste Gegend der Wohnung um Marché des Enfants Rouges herum, und sonntags sind mehr "Exkursionen" angesagt. Dennoch arten diese nicht in Ausflügen im Grünen aus, sondern bleiben in der sicheren urbanen Zone. Sowie das viele anderen Pariser und -innen übrigens auch tun - wies neulich eine persönlich ausgeführte, ja nicht represäntative Umfrage unsererseits nach. Patrick sagt, weil Paris eben nicht Wien ist, weil man nicht so schnell ins Grüne kann, bleiben Leute in der Stadt. Das ist übrigens die Antwort auf meine Begeisterung ob der sonntags immer noch sehr belebten Stadt - allerdings nach einem Versuch, mir die Pariser und -innen zunächst als Touristen zu verkaufen. Ohne Erfolg klarerweise.

Nach meiner Theorie hat die sonntägliche Lebendigkeit stark mit den Märkten zu tun, die sonntags stattfinden, so auch Marché Beauvau, besser bekannt unter dem Namen Marché d'Aligre. Diesmal ist es nicht der charcuterie-Teller und der gute Tropfen von dem überfülltesten Lokal der Gegend Le Baron Rouge geworden, wo wir uns am allerletzten August-Wochenende die heissesten Küsse gegeben hatten, auch nicht die soup à l'oignon in Le Charolais... Sondern einfach ein Pelforth, eine Zigarette und eine Zeitung an der sonnigen Terasse von K-FE d'aujourd'hui, während ich auf ihn wartete, bis er von seinem marokkanischen Lieblingsbarbier wieder rauskam.

Und wie schon gestern vorsichtig betont, liessen wir die ÜbungsDVDs zu Hause links liegen, und nachdem wir uns das tolle arte-Programm mit Gérard Depardieu und folgend drauf Serge Gainsbourg ob des mangelnden Fernsehens in der Wohnung auch nicht geben konnten, machten wir uns auf den Weg für die letzten Vorstellungen von dem französischen Wochenende bei forum des images. Sowie gestern zwei Konzerte, sind es heute zwei Filme (L'heure d'été von Olivier Assayas und A la vie, à la mort! von Robert Guédiguian) geworden... Doppelt hält ja bekanntlich besser.

lundi, août 2

fête à emporter

Es ist vielleicht kein Zufall, dass ich mich an meinem ersten Abend in Paris unter Amerikanern fand, bei Jim's Diner, und ein paar Tage darauf - wieder nicht ganz zufällig - auf Shakespeare and Company gestoßen bin.

My planète isolée schreibt: "Writers have found their way to Paris ever since that 16th-century hedonist François Rabelais forsook his romantic vows and hightailed it to the capital. The 1920s saw the greates influx of outsiders, particularly Americans."

So bin ich auf dem Weg von Hemingways Bleibe mit dem drunterliegenden einstigen bal musette (jetzt ein Buchladen, wo ich sein Werk über Paris - im Bild - erstand) zu seinem um die Ecke liegenden Arbeitszimmer auch an dem Place de la Contrescarpe vorbeigekommen, und ja bei dem einstigen Café des Amateuers, heute Café Delmas mein erstes foie gras hier in Paris gekostet. Hier darf man's ja...